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parteilos

Gemeinderat seit 2018, zuständig für Sicherheit, Tiefbau, Verkehr und Entsorgung

Kandidiert für den Gemeinderat und als Gemeindepräsident

Mein Wahlkampf-Flyer: philippezehnder.ch

Warum möchte ich Gemeindepräsident von Erlenbach werden?

Es gibt drei Gründe, die mich zu dieser Kandidatur bewegen.

1. Ich habe ganz einfach einen höllen Spass und pure Freude an dieser Aufgabe und es darf für mich ruhig noch etwas mehr sein.

2. Eine richtige Wahl braucht eine Auswahl.

3. In Teilen der Bevölkerung stelle ich wachsende Kritik und ein leises Unbehagen gegenüber dem Gemeinderat fest. Das beste Rezept gegen politische Vertrauensverluste sind freie, transparente und schriftliche Wahlen mit einer Auswahl an verschiedenen Kandidaten auf allen Stufen. Mit meiner Kandidatur als Gemeindepräsident haben die Erlenbacherinnen und Erlenbacher nun auch eine Auswahl für das oberste Amt im Dorf und die Option für einen Wechsel.

Wie soll es weiter gehen mit Erlenbach?

Wie es mit Erlenbach weitergeht, das entscheiden am Schluss die Erlenbacher Stimmbürgerinnen und Stimmbürger und das ist auch gut so.

Ich persönlich bin kein Freund von grossen Reissbrett-Projekten, wo Architekten uns vorgeben wollen, wie wir zu arbeiten und zu leben haben und wo wir unsere Freunde treffen sollten. Die Geschichte von Erlenbach hat gezeigt, dass unser Dorf langsam und behutsam mit kleinen Schritten entstanden ist. Genau diese Entwicklung hat Erlenbach auch seinen Charme, sein Gachet und seine Einzigartigkeit gegeben. Und genau so soll es nach meinen Vorstellungen auch weitergehen mit unserem Dorf. Langsam, behutsam, step by step, aber ohne Pause.

Welche Erfahrungen habe ich in den vergangenen vier Jahren als Gemeinderat gemacht?

Ich habe festgestellt, dass mit der Wahrnehmung von sich öffnenden Opportunitäten sehr viel mehr erreicht werden kann, als mit einer umfangreichen und jahrelangen Planung. Ich staune immer wieder, was in Erlenbach schon alles geplant wurde, aber dann eigentlich doch nie realisiert werden konnte. Grosse Pläne scheitern vielfach am fehlenden Einverständnis von Dritten. Opportunitäten kommen meistens unangemeldet und verlangen ein rasches und beherztes Handeln. Dabei öffnen sich plötzlich Türen, die bei einer Planung über Jahre geschlossen bleiben. Ich versuche immer wieder Opportunitäten für die Gemeinde zu nutzen und fange in der Regel erst dann an zu planen, wenn einer Realisierung praktisch nichts mehr im Wege steht. Dieses Vorgehen verlangt zwar etwas Flexibilität, ist aber vielversprechender, günstiger und auch energieschonender für alle Beteiligten.

Was kann ich als Gemeindepräsident einbringen?

Ich werde dieses Jahr 60 Jahre alt und habe mir in all den Jahren einen breiten Rucksack an Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnissen aus meinen Tätigkeiten in kleinen und grossen Organisationen zugelegt. Ich kenne das Gefühl des Erfolges, habe aber auch Niederlagen, Krisen und schwere Krankheiten durchgestanden. Mag die Situation noch so schwierig sein, nicht aufgeben, immer wieder aufstehen, nach vorne schauen und diszipliniert weiter machen.

Kann ich genug Zeit aufbringen als Gemeindepräsident?

Ich bin zwar berufstätig und im Angestelltenverhältnis, habe aber mein Pensum vor zwei Jahren bereits auf 70% reduziert. Bei Bedarf könnte ich mein berufliches Pensum weiter reduzieren um dem Aufwand des Amtes gerecht zu werden. Von meinem Arbeitgeber habe ich die volle Unterstützung für meine politische Tätigkeit in Erlenbach.

Bin ich mit 60 Jahren nicht zu alt, um als Gemeindepräsident zu kandidieren?

Es ist doch ein Vorteil, wenn der Gemeindepräsident die Bedürfnisse und Interessen der verschiedenen Lebensphasen bereits kennt. Bis auf die Pensionierung habe ich alle Lebensphasen selber durchgelebt und weiss deshalb aus eigener Erfahrung, was in welcher Lebensphase wichtig ist und was weniger interessant ist.

Zudem war ich in meinem bisherigen Leben noch nie so frei in der Entscheidungsfindung wie heute. Ich muss niemandem Gefälligkeiten anbieten, weil ich in meinem Alter auch keine Gefälligkeiten mehr brauche. Meine berufliche Karriere ist abgeschlossen. Ich entscheide frei nach dem Motto: Was für Erlenbach gut ist, das unterstütze ich, was für Erlenbach schlecht ist, das bekämpfe ich.

Warum bin ich nicht Mitglied einer Partei?

Die einfachste Antwort dazu ist der Umstand, dass es kein Parteiprogramm gibt, mit dem ich mich grossmehrheitlich identifizieren kann. Bei der Ordnung und Sicherheit verfolge ich eine klare und kompromisslose Linie und kann mich dabei gut mit der Politik der SVP identifizieren. Beim Natur- und Umweltschutz steht mir aber die GLP am nächsten und beim freiheitlichen Lebenskonzept sympatisiere ich mit dem Gedankengut der FDP. Wobei ich festgestellt habe, dass die FDP mit sich selbst ruhig noch etwas liberaler werden darf. Ich habe auch Verständnis für die Anliegen der SP und setze mich daher im Gemeinderat und auch in der Sozialkommission immer wieder für die «kleinen, leisen und wehrlosen» Angestellten und Bürger unserer Gemeinde ein.

Was schätze ich besonders an Erlenbach?

Die Kombination zwischen Arbeit und Freizeit ist in Erlenbach phänomenal. Von meinen fünf Wochen Ferien pro Jahr verbringe ich mindestens drei Wochen zu Hause in Erlenbach. Ich habe an Orten gelebt, wo ich 40 Minuten Auto fahren musste, um einen kleinen Waldspaziergang machen zu können. Hier bin ich in weniger als fünf Minuten zu Fuss im Wald. Das ist echte und unbezahlbare Lebensqualität, der wir unbedingt Sorge tragen sollten für uns und unsere zukünftigen Generationen.